Wirkungsvoller Jugendmedienschutz gefordert

Digitale Medien sind heute aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Dies stellt neue Herausforderungen an die Begleitung und den Schutz von Kindern. Für das neue Jugendmediengesetz fordert Pro Juventute, dass der Prävention sowie dem Einbezug der Kinder- und Jugendorganisationen stärker Rechnung getragen wird.

Digitale Medien sind heute aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken und sind ein sehr wichtiger Teil ihrer Freizeitgestaltung. So können heute Filme aber auch Videospiele über verschiedenste Medienkanäle verbreitet und konsumiert werden. Diese Entwicklung stellt neue Herausforderungen an die Begleitung und den Schutz von Kindern. Deshalb hat der Bundesrat im Mai 2015 einen umfassenden Bericht zum aktuellen Stand des Kinder- und Jugendmedienschutzes in der Schweiz mit einer Analyse des Handlungsbedarfs verabschiedet. Zur Behebung der Regulierunglücken hat der Bundesrat nun einen Vorentwurf des Bundesgesetzes über den Jugendschutz in den Bereichen Film und Videospiele vorgelegt. Mit der Stossrichtung dieses Vorentwurfs ist Pro Juventute mehrheitlich einverstanden, fordert aber, dass der Prävention sowie dem Einbezug der Kinder- und Jugendorganisationen stärker Rechnung getragen wird. Konkret sind folgende Verbesserungen nötig:

  • Fachlicher Beirat für die Erarbeitung von Jugendschutzregeln
  • Anlaufstelle für den Jugendschutz in Zusammenarbeit mit Kinder- und Jugendorganisationen
  • Wirkungsvoller Jugendschutz durch Regulation und Prävention

Beitrag zum neuen Mediengesetz von SRF 10vor10

Medienkompetenz soll auch zu Hause ein Thema sein

Pro Juventute unterstützt Eltern bei der Medienbildung ihrer Kinder. Neben umfangreichen Informationen und Tipps bietet Pro Juventute interessierten Eltern und Bezugspersonen auch die Möglichkeit, eine moderierte Elternveranstaltung zu besuchen. Dort erfahren sie mehr zu Chancen und Risiken der digitalen Medien oder ganz allgemein der Onlinewelt und können im Anschluss die Verantwortung in der Medienerziehung selbstsicherer wahrnehmen. Erfahrungen zeigen, dass Kinder und Jugendliche bewusster mit digitalen Medien umgehen, wenn die Medienerziehung nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause stattfindet. Der bewusste Umgang damit und ein offener Austausch im Familienalltag ist der beste Schutz vor Risiken.

Irene Meier

Irene Meier

Irene Meier ist Leiterin Politik bei Pro Juventute.

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