Eine Ausstellung über Geschlechterstereotypen

Mädchen oder Junge – spielt das eine Rolle?

Mädchen mögen Rosa, Jungen nicht. Jungen sind laut, Mädchen brav. So lauten einige der gängigen Geschlechterstereotypen. Aber Mädchen sind nicht immer Prinzessinnen und Jungen nicht immer Piraten. In der Ausstellung «Mädchen oder Junge – spielt das eine Rolle?», die aufgrund grosser Nachfrage bis am 25. November verlängert wurde, lässt sich diese Thematik spielerisch erkunden. 

Vorstellungen darüber, wie Mädchen und Jungen, Frauen und Männer «sind» oder zu sein haben, sind tief in unserer Kultur und unserem Denken verankert. Wie eine Person aussieht, wie sie sich gibt, welchen Beruf sie ausübt und welche Hobbies sie hat: Wir bewerten das Verhalten einer Person immer auch vor dem Hintergrund ihres Geschlechts. Meistens geschieht dies automatisch und unbewusst. Erst wenn uns etwas vermeintlich «Untypisches» irritiert, wird das Geschlecht einer Person zum Thema. Vielleicht sind wir ganz einfach nur überrascht, vielleicht freuen wir uns über den Mut dieser Person, vielleicht löst es aber auch Unbehagen oder Bedenken aus. Sicherlich aber regt es uns zum Nachdenken an.

Eine Ausstellung über Geschlechterstereotypen

Zum Nachdenken über Geschlechterrollen anregen soll die Ausstellung «Mädchen oder Junge – spielt das eine Rolle?». In vierzehn Schatztruhen erhalten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, ihre Vorstellungen und Bilder von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen zu erkunden. Auf spielerische und abwechslungsreiche Weise werden verschiedene Aspekte von Geschlechterstereotypen thematisiert. Es geht um Gefühle, Aussehen und Geräusche, um Berufe und Hausarbeit, um berühmte Personen und um vieles mehr.

Öffnungszeiten

Aufgrund grosser Nachfrage bis 25. November 2017 verlängert!

01.09.2017 bis 25.11.2017

Mi, Do, Fr 10.00–17.00 Uhr
Sa             10.00–16.00 Uhr

Eintritt: frei

PBZ Bibliothek Altstadt
Zähringerstrasse 17
8001 Zürich

Die Ausstellung ist für Kinder zwischen fünf und elf Jahren, für Eltern, Grosseltern, Kindergärten, Horte, Schulklassen, Lehrpersonen und weitere Interessierte.

Was halten die Besucherinnen und Besucher beispielsweise von weinenden Männern? Was löst das Bild einer Traktor fahrenden Frau bei ihnen aus? Und wie reagieren sie, wenn sie nicht wissen, ob eine Frau oder ein Mann vor ihnen steht?

Stereotype sind verständlich und gefährlich

Stereotype dienen der sozialen Orientierung. Sie helfen uns, unsere komplexe und vielfältige Gesellschaft zu strukturieren und zu vereinfachen, können gleichzeitig aber auch zu Vorurteilen und Benachteiligungen führen. Denn: Geschlechterstereotype haben erstaunlich vielseitige und vielschichtige Konsequenzen. Sie sind (mit)entscheidend für die Berufswahl, für die Arbeitsteilung, für die Lieblingsfarbe oder das Lieblingsspielzeug, und sie können uns in unserer individuellen Entfaltung behindern.

Der Einfluss von Geschlechterstereotypen wird oft unterschätzt: Auch wenn wir Personen nicht wegen ihres Geschlechts anders behandeln wollen, beurteilen wir Kinder und Erwachsene auch immer danach, ob sie sich «weiblich» oder «männlich» benehmen. So tragen wir unabsichtlich zur Aufrechterhaltung von Geschlechterstereotypen bei. Umso wichtiger ist es, ein Bewusstsein für Geschlechterstereotypen zu entwickeln und dies ist die Absicht dieser Ausstellung.

Kinder und Erwachsene sind willkommen

Es lohnt sich, dieses Abenteuer zu wagen. Wer weiss, vielleicht lässt sich dabei eine neue Welt entdecken? Die Ausstellung ist für Kinder zwischen fünf und elf Jahren, für Eltern, Grosseltern, Kindergärten, Horte, Schulklassen, Lehrpersonen und weitere Interessierte. Sie findet vom 1. September bis 25. November 2017 in der PBZ Bibliothek Altstadt an der Zähringerstrasse 17 in 8001 Zürich statt und ist kostenlos. Zusätzlich werden spannende Begleitveranstaltungen angeboten. Mehr zu den Öffnungszeiten und dem Programm lässt sich unter www.stadt-zuerich.ch/gleichstellung > «Weiterbildungen & Veranstaltungen» finden.


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